MARKEN-KERN-ANALYSEN

Eine kleine Geschichte zur Einleitung

„Du bist traurig”, sagte der Ritter mit besorgter Stimme; „ich will dir ein Lied vorsingen um dich zu trösten.” „Der Name des Liedes heißt 'Heringsköpfe'”.

„Ach! Das ist wirklich sein Name?” frage Alice, damit es nicht so aussähe, als wäre ihr das gleichgültig.

„Nein, du hast mich falsch verstanden”, sagte der Ritter etwas unmutig. „So heißt sein Name nur. Der Name selbst ist 'Der uralte Mann.”

„Dann hätte ich also sagen sollen: 'So heißt das Lied also?'” verbesserte sich Alice.

„Aber nein, das ist doch wieder etwas anderes. Das Lied heißt 'Trachten und Streben'; aber freilich heißt es nur so”.

„Ja, aber welches Lied ist es denn dann?” fragte Alice, die sich nun gar nicht mehr auskannte.

„Das wollte ich dir eben sagen”, erwiderte der Ritter. „Es ist das Lied 'Hoch droben auf der Pforten'; und die Melodie dazu habe ich selbst erfunden”.

Alice hinter den Spiegeln
Lewis Carroll

Auch wenn der Text beim ersten Durchlesen etwas bizarr und unverständlich scheinen mag, schimmert in ihm doch ein wenig die Komplexität einer Markenanalyse durch.

Wie heißt die Marke, welchen Namen hat sie, was ist sie wirklich und vor allem, wie kann man das überhaupt unterscheiden?

© 2016 Hoffmann & Forcher